Buy-and-Build ist eine Strategie, bei der ein Investor zuerst ein solides Unternehmen als Basis kauft, die sogenannte Plattform, und dann gezielt weitere, meist kleinere Unternehmen hinzukauft, um sie zu einer größeren Einheit zusammenzuführen. Gerade im IT- und Software-Sektor ist diese Strategie weit verbreitet. Für Inhaber kleinerer Unternehmen kann sie eine attraktive Verkaufschance sein. Dieser Beitrag erklärt, wie Buy-and-Build funktioniert und was es für Ihren Verkauf bedeutet.
Wenn Sie ein kleineres IT- oder Softwareunternehmen führen, ist Buy-and-Build wahrscheinlich der Grund, warum Sie überhaupt interessante Kaufangebote bekommen könnten. Denn diese Strategie hat den Markt für kleinere Unternehmen spürbar belebt. Wer versteht, wie sie funktioniert, versteht auch, warum manche Käufer bereit sind, für ein kleines Unternehmen erstaunlich gute Preise zu zahlen.
In zwei Schritten: erst die Plattform, dann die Zukäufe. Im ersten Schritt kauft ein Investor, meist eine Private-Equity-Gesellschaft, ein etabliertes Unternehmen mit solider Basis. Dieses Plattform-Unternehmen bildet das Fundament, oft samt Management, Strukturen und Marktzugang. Es ist groß und stabil genug, um weiteres Wachstum zu tragen.
Im zweiten Schritt kauft der Investor gezielt weitere Unternehmen hinzu, die zur Plattform passen. Diese Zukäufe, im Fachjargon Add-ons genannt, werden in die Plattform integriert. Aus vielen kleineren Anbietern entsteht so über die Zeit ein deutlich größeres Unternehmen. Am Ende soll das Ganze mehr wert sein als die Summe seiner Teile, und genau dieser Wertzuwachs ist das Ziel des Investors.
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Weil er zersplittert ist und wiederkehrende Umsätze bietet. Der IT- und Software-Markt besteht aus unzähligen kleinen und mittleren Anbietern, viele davon spezialisiert auf eine Nische, eine Region oder eine bestimmte Kundengruppe. Diese Zersplitterung ist ideal für Buy-and-Build, weil es viele passende Zukaufkandidaten gibt, die sich sinnvoll zusammenführen lassen.
Dazu kommt das Geschäftsmodell. IT-Dienstleister und Softwareunternehmen bringen oft wiederkehrende Umsätze mit, aus Wartungsverträgen, Managed Services oder Abos. Genau diese Planbarkeit lieben Investoren. Wenn sich mehrere solcher Unternehmen bündeln lassen, entsteht ein größerer Anbieter mit stabilem, wiederkehrendem Umsatz, der beim späteren Weiterverkauf einen deutlich höheren Faktor erzielt als die einzelnen kleinen Teile.
Was bedeutet Buy-and-Build für Ihren Verkauf?
Es kann Ihre Chance sein, auch als kleineres Unternehmen attraktiv verkauft zu werden. Für einen klassischen strategischen Käufer ist ein sehr kleines Unternehmen manchmal zu unbedeutend. Für einen Investor, der eine Buy-and-Build-Strategie fährt und genau so ein Puzzleteil sucht, kann es hochinteressant sein. Ihr Unternehmen wird dann nicht nach seinem Einzelwert bewertet, sondern nach dem Wert, den es im größeren Verbund beisteuert.
Das kann zu erstaunlich guten Konditionen führen. Es lohnt sich deshalb, vor einem Verkauf zu wissen, ob in Ihrer Nische gerade solche Zusammenschlüsse laufen. Denn das verändert, wer als Käufer infrage kommt und wie viel gezahlt wird. Ein Berater, der den Markt kennt, kann einschätzen, ob und wo Ihr Unternehmen als Add-on gefragt ist.
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Dass Sie Teil von etwas Größerem werden, mit allem, was das mit sich bringt. Der Verkauf an eine Buy-and-Build-Plattform bedeutet meist, dass Ihr Unternehmen in eine größere Struktur integriert wird. Prozesse, Systeme und manchmal auch der Name werden angepasst. Für Sie und Ihr Team heißt das Veränderung, und wie viel davon, sollten Sie vorher klären.
Wichtig ist auch die Frage nach Ihrer Rolle. Bei Buy-and-Build wird oft erwartet, dass der Inhaber und Schlüsselpersonen für eine Übergangszeit an Bord bleiben, um die Integration zu begleiten. Manchmal wird ein Teil des Kaufpreises daran gekoppelt. Klären Sie früh, was der Käufer von Ihnen nach dem Verkauf erwartet, damit es keine Überraschungen gibt. Ein attraktiver Preis ist wenig wert, wenn die Bedingungen danach nicht zu Ihrem Leben passen.
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Sie wissen jetzt, wie Buy-and-Build funktioniert, warum der IT-Sektor dafür so geeignet ist und was ein Verkauf an eine Plattform für Sie bedeutet. Die zentrale Erkenntnis: Diese Strategie kann gerade kleineren Unternehmen Türen öffnen, die sonst verschlossen blieben.
Wenn Sie verstehen wollen, was Investoren generell suchen, geht es zum Private-Equity-Beitrag. Wenn Sie wissen wollen, wie ein Verkauf an solche Käufer strukturiert wird, geht es zur Dealstruktur. Und wenn Sie wissen wollen, ob Ihr Unternehmen als Zukaufkandidat gefragt ist, reden wir.
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